1 Vorstellung des Kriminalfalls
Die Schüler*innen des Oberstufenkurses hatten nun im Klassenkurs „Kriminalfall“ die Aufgabe, diesen Verdacht mithilfe forensischer Methoden zu prüfen. Da Frau Müller eine seltene kürzere Genvariante hat, lässt sich diese Frage molekularbiologisch beantworten.

2 Vorbereitung der PCR
Zunächst wurde Frau Müllers DNA und die „Haar“-DNA durch die sogenannte Polymerasekettenreaktion (PCR) vervielfältigt. Dazu lernten die Schüler*innen den Umgang mit Mikropipetten, mit denen man ganz kleine Volumina aufnehmen kann. Sie pipettierten Primer, Enzym, Nukleotide und die entsprechende DNA in ein Reaktionsgefäß. Dann arbeitete das Enzym und vervielfältigte den gewünschten DNA-Abschnitt in mehreren Reaktionszyklen.

3 Gießen des Gels
Von der gewonnenen DNA konnte jetzt die Länge mittels der Gelelektrophorese untersucht werden. Dafür stellten die Schüler*innen ein Gel her. Das Gießen des Gels erforderte etwas Geschick, denn es durften keine Luftblasen entstehen, die den Weg der DNA behinderten.

4 Beladen des Gels mit den DNA-Proben
Bis zum Schluss musste man konzentriert bleiben. So brauchte der letzte Arbeitsschritt, das Befüllen der kleinen, empfindlichen Geltaschen mit DNA, nochmal eine äußerst ruhige Hand!

5 Wanderung der DNA in der Gelelektrophorese
Nun konnte die angefärbte DNA im elektrischen Feld wandern. Kurze Stücke wandern schneller als lange Stücke.
Und was kam heraus? Das Haar ist nicht von Frau Müller! Warum?

Fazit
Der Besuch des Schülerlabors der TU München motivierte den Biologiekurs offensichtlich. Es herrschte eine interessierte und konzentrierte Arbeitsatmosphäre, so dass der Vormittag zu einer gewinnbringenden Erfahrung werden konnte. Durch das Praktikum lernten die Schüler*innen „hautnah“ die verschiedenen Arbeitsschritte und -geräte molekularbiologischer Verfahren kennen und festigten die theoretischen Hintergründe der Methoden.